Ausflugsziel

Kloster Hirsau - St. Peter und Paul

Kloster_Hirsau_Unter_Torbogen_AR_11
Klosterhof 1
75365 Calw
Stadtteil: Hirsau
07051 167-399
07051 167-398
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Jagdschloss und Glockenturm Kloster Hirsau


Bau/Umbau/Renovierung:

ab 1082: Bau des Klosters
1091: Weihung der Kirche
1092: Weitere Bauarbeiten an den romanischen Klostergebäuden zum größten Teil beendet
um 1480: Abbruch der romanischen Bauteile (mit Ausnahme der Kirche) und Ersetzung durch neue, hochgotische Bauten darunter die Konventsbauten und der Kreuzgang
1508: Neuerrichtung der Marienkapelle

Allgemeines:

Der rasch anwachsende Besitz des Klosters ermöglichte und erforderte aufgrund der steigenden Personenzahl einen Neubau auf der linken Nagoldseite auf einer beherrschenden Flussterrasse. Abt Wilhelm erlebte die Fertigstellung der im Vergleich zum Aureliuskloster erheblich vergrößerten Anlage nicht mehr. Lediglich die Weihe der Kirche St. Peter und Paul konnte er im Mai 1091, wenige Wochen vor seinem Tod, vollziehen.
Bis um 1250 dauerte die erste Blütezeit von St. Peter und Paul, dann folgte eine Zeit des Niederganges.
Mitte des 15. Jahrhunderts schlossen sich die Hirsauer ihrerseits einer Reformbewegung – der Bursfelder Reform – an, die dem Kloster eine zweite Blütezeit und die Mittel zu Neubauten bescherte.
1534: Aufhebung des Klosters mit der Reformation. Die Räume dienten als Verwaltungssitz.
ab 1556: Evangelische Klosterschule, welche Knaben auf das Theologiestudium vorbereitete.
1586-92: Der Herzog von Württemberg ließ sich an der Stelle eines Abtshauses (Südseite des Klostergevierts) nach Plänen von Georg Beer unter Mitarbeit von Heinrich Schickhardt ein Jagd- und Festschloss im Stil der Renaissance errichten.
1692: Im Zuge des pfälzischen Erbfolgekrieges steckten französische Truppen die Gebäude des ehemaligen Klosters und des Schlosses in Brand. Von der Wiederherstellung der abgebrannten Kloster- und Schlossgebäude nahm das Haus
Württemberg als Grundherr des Klosters wegen der hohen Kosten Abstand. Die Steine des Klosters und des Schlosses fanden als Baumaterial für verschiedene Neubauten in der näheren und weiteren Umgebung Verwendung.
Ende des 19. Jahrhunderts: Entdeckung der geschichtlichen Bedeutung des Areals und der Schönheit der Ruinen. Zum Erhalt der noch bestehenden Gebäudereste trugen mehrer Ausgrabungskampagnen und Konservierungsmaßnahmen bei.
Heute ist das Areal im Besitz des Landes Baden-Württemberg.

Stil:

Die baustilistischen Elemente der Hirsauer Klosterbauten wurden häufig Vorbild für andere Klosterbauten (Hirsauer Bauschule, heute besser: Hirsauer Formenschatz).

Merkmale:

vergrößerte Seitenschiffe, Staffelchoranlagen, Chorus Minor, das Fehlen von Krypta und Empore, einfache Würfelkapitelle, doppelte Schildbögen, Schachbrettornamente und die berühmten Hirsauer Nasen, die auf den Säulenkapitellen an der Schnittstelle von Schildbögen und Deckplatten zu finden sind. Die Hirsauer Stilelemente haben zunächst nur in den Reformklöstern Eingang gefunden, gehörten aber später zum allgemeinen Stilkanon der romanischen Architektur.

Besonderheiten:

Dreischiffige, außergewöhnlich lange Kirche; die Basilika zählt nach Ausmaß zu den größten romanischen Kirchen des 11. Jahrhunderts in Deutschland.

Tipp:

Besuchen Sie das Klostermuseum Hirsau! Hier erhalten Sie Einblicke in die über 1100 Jahre zurückreichende Hirsauer Klosterkultur, das Leben der Mönche sowie in die Orts- und Sozialgeschichte des Kurorts Hirsau im 19. und 20. Jahrhundert.
Hier geht es zum Klostermuseum!

Das Kloster ist frei zugänglich!

Zahlreiche Informationstafeln laden zur Selbsterkundung des Klosters und seiner interessanten Geschichte ein.

Oder nehmen Sie an einer Klosterführung teil!
Hier geht es zu den Klosterführungen!

Hier geht es zu den Sonderführungen in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schlössern und Gärten!
Download-Link: Hirsau
Hinweise
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