CarlFriedrichvonGrtner

Josef (1732-1791) und Carl-Friedrich (1772-1850) von Gärtner

Die wissenschaftlichen Leistungen von Josef und Carl Friedrich v. Gärtner sind gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Vater und Sohn widmeten ihr Leben der Botanik und beeinflussten mit ihren bahnbrechenden Grundlagen-Forschungen Charles Darwin mit seiner Evolutionstheorie wie auch die Mendelsche Vererbungslehre.

Josef Gärtner studierte in Tübingen Medizin, wurde 1768 Professor für Botanik und Naturgeschichte in St. Petersburg, begründete ab 1770 in seiner Geburtsstadt Calw, wo er bis zu seinem Tod lebte, ein neues mathematisch genaues Pflanzensystem und veröffentliche 1788 das Buch „Über die Früchte und Samen der Pflanzen", welches ihn berühmt machte und über 100 Jahre lang ein Standardwerk blieb.

Sohn Carl Friedrich, in Göppingen geboren, studierte ebenfalls Medizin, eröffnete 1796 eine Arztpraxis in Calw, die er aber 1824 schloss, um sich ganz den botanischen Forschungen zu widmen und das Werk seines Vaters zu krönen.

Zusammen mit seinem Kollegen Joseph Gottlieb Kölreuter aus Sulz am Neckar konnte er nachweisen, dass alle höheren Pflanzen wie die Tiere ein Geschlecht haben und sich bei Ablegern die dominanten Eigenschaften eines Pflanzenelternteils durchsetzen. Diese Erkenntnis beruhte auf Kreuzungsversuche mit 9000 verschiedenen Pflanzen.
Für seine wissenschaftlichen Verdienste ernannte ihn der württembergische König 1846 zum Ritter des Ordens der württembergischen Krone, Calw verlieh ihm das Bürgerrecht.

Im Museum der Stadt (Palais Vischer) ist den beiden genialen Calwer Botanikern ein Raum gewidmet.

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