Nikolausbruecke_und_Nikolauskapelle
Nikolauskapelle
Nikolausbrücke
auf der Nikolausbrücke
75365 Calw

Audio Stadtrundgang

  • 14. Nikolauskapelle

Nikolauskapelle

Die steinerne Brücke und die gotische Kapelle wurden um 1400 gebaut. Die Kapelle wurde St. Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron gegen hohes und stürmisches Wasser. Im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert wurden wahrscheinlich die beiden ehemaligen Figuren aus den Nischen links und rechts des Kapellenportals entfernt. Bei der Renovierung der Kapelle im Jahre 1926 wurden die Figuren eines Tuchhändlers und eines Flößers in den Nischen platziert. Sie symbolisieren die einstigen wirtschaftlichen Säulen der Stadt, die Tuch- und Zeugmacherei und den Handel mit deren Erzeugnissen sowie die Flößerei, verbunden mit dem Holzhandel. Durch diese beiden Gewerbezweige war Calw für lange Zeit eine der wirtschaftlich stärksten Städte Württembergs. Die Fensterscheiben der Kapelle zeigen die Wappen Calwer Familien. Auch sie wurden bei der Renovierung im Jahre 1926 neu eingesetzt.
 
Nikolausbrücke und Nikolauskapelle gelten als Wahrzeichen Calws. Auf der Nikolausbrücke fuhren bis in die 1970er Jahre noch Autos. Als der Verkehr zu dicht wurde und man um das alte Bauwerk bangte, wurde eine neue Verbindung über die Nagold geschaffen, die Marktbrücke. Damit wurde die Nikolausbrücke entlastet. Von der Brücke konnte man bis vor 100 Jahren den Flößern bei ihrer harten und Kraft raubenden Arbeit zusehen: Sie manövrierten Flöße von zehn bis 15 Gstören (ein Gstör wird zusammengebunden aus sechs bis acht Stämmen) durch diesen Engpass, also Flöße aus zirka 100 Stämmen und einer Länge von 150 bis 200 Metern.
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