Ausstellungseröffnung 21.06.2002
     Einführungsrede von Javantha Gomes

 
 

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Weitere Texte zu Veranstaltungen am 21.06.2002

Weitere Texte zum Thema "Über Hermann Hesse"

Hermann Hesse aus der Sicht eines buddhistischen Künstlers

Der heutige Tag ist ein großartiger Tag in meinem Leben als Künstler aus Sri Lanka, wohnhaft seit vielen Jahren in dieser historischen Stadt, in der Hesse-Stadt Calw.

Exzellenz, Botschafter meiner Heimat Sri Lanka in Deutschland, Herr Casie Chetty, sehr geehrte Frau Chetty, liebe Freunde und Gäste!

Mein Ausstellungsprojekt im Rahmen des Hesse-Festivals 2002 mit dem Titel "Hermann Hesse aus der Sicht eines buddhistischen Künstlers" wurde soeben gemäß singhalesisch-buddhistischer Tradition mit der Zeremonie des feierlichen Anzündens der Öllampe eröffnet. Letztes Jahr verbrachte ich ungefähr drei Monate in meiner Heimat, um mein Projekt vorzubereiten. Hermann Hesse war während seiner Asienreise im Jahr 1911 ungefähr zwei Wochen in Sri Lanka, dem damaligen Ceylon. Er besuchte dort u.a. historische Stätten wie Kandy, bestieg den höchsten Berg Sri Lankas und verbrachte auch Zeit in der Hauptstadt Colombo.

Einige Jahre später veröffentlichte Hesse ein Buch mit dem Titel " Aus Indien", in dem er Eindrücke und Erlebnisse seiner Asienreise veröffentlichte.

In Indien selbst jedoch ist Hesse nie gewesen, aber er war in Sri Lanka!

Mit Schwarzweißfotos aus der Zeit von 1905 bis 1912 und einer Anzahl von Bildern, die ich mit Wasserfarben malte, versuche ich Eindrücke zu vermitteln, wie Hesse mein Heimatland Sri Lanka im Jahr 1911 gesehen haben könnte.

Sehr dankbar bin ich Herrn Karu Jayasuriya, dem jetzigen Energieminister Sri Lankas, der 1994 als damaliger Botschafter eine Ausstellung von mir in Calw besuchte. Er half mir letztes Jahr bei den Vorbereitungen zu meinem Projekt, öffnete mir Wege zu verschiedenen öffentlichen Stellen. Auch der Kulturminister und die Universität Colombo unterstützten meine Arbeit und haben mitgeholfen, das Projekt erfolgreich abzuschließen.

Den zweiten Teil meines Ausstellungsprojektes bilden die Illustrationen zu Hermann Hesses indischer Dichtung "Siddhartha", die ich 1994 fertigstellte und im selben Jahr im Hermann Hesse-Museum ausstellen konnte.

Ohne Hilfe des Calwer Kulturdezernenten, Herrn Professor Uli Rothfuss, und des Leiters der VHS Calw, Herrn Dr. Peter Hartmann, gäbe es diese Ausstellung heute sicher nicht. Ich bin Ihnen(Euch) von Herzen dankbar für die allzeit großzügige Unterstützung.

Wieder einmal spielte mein Freund Julian Behr wunderschöne Musik mit seiner Laute. Ich danke dir, lieber Julian.

Danke sagen möchte ich Euch/Ihnen allen, die Ihr/Sie zur Eröffnung meiner Ausstellung gekommen seid/sind.

Mein ganz besonderer Dank gibt Ihnen, Exzellenz, Mr. Chetty, der Sie extra zu diesem Anlass mit Ihrer Familie aus Berlin angereist sind, und Ihnen, Herr Weiß, der Sie als Vertreter des Oberbürgermeisters, Herrn Spec, an der Ausstellungseröffnung teilnehmen.

Unsere Freunde Marianne Lockhoff und Siegfried Kurz halfen mir tagelang beim Aufbau der Ausstellung. Herzlichen Dank euch beiden.

Sie haben alle die Präsentation meines neuen Buches "Imaginationen zu Hermann Hesses Siddhartha" miterlebt. Wieder einmal war es mein Freund Heinz Müller, der die Veröffentlichung ermöglichte. Vielen Dank, Heinz.

Abschließend möchte ich nun Ihnen/Euch allen einen schönen Abend mit uns in der Alten Lateinschule wünschen und meiner lieben Frau Gertrud danken für ihre immerwährende Unterstützung.

Jayantha Gomes
Künstler