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Oberbürgermeister Werner Spec / Stadt Calw |
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Weitere Texte zu Veranstaltungen am 29.06.2002 Weitere Texte von Oberbürgermeister Werner Spec Weitere Texte zum Thema "WeltFlechtWerk" |
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"Die Weisheit der Bhagavadghita, die Weisheit des Chinesen Laotse und die Weisheit Jesu weisen ebenso auf die seelischen Gemeinsamkeiten der Menschen wie die Kunst aller Völker und Zeiten" oder ein weiteres Zitat aus der Lebenserkenntnis Hermann Hesse: "Der Inder sagt Atman, der Chinese sagt Tao, der Christ sagt Gnade".
Nichts sei ihm heiliger als der Gedanke der Einheit hinter den Gegensätzen aller Menschen, aller Völker, aller Kulturen, aller Religionen, hat Hesse sinngemäß immer wieder betont und zu einem Wesenselement seines literarischen Werks gemacht, am deutlichsten vielleicht in einem seiner meistgelesenen Bücher "Siddhartha". Ich freue mich, meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie heute in der Stadtkirche in Calw zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung "Weltflechtwerk – Die Einheit hinter den Gegensätzen" im Hermann-Hesse-Museum begrüßen zu dürfen. Ich freue mich mit Ihnen gemeinsam damit auch das Hermann-Hesse-Veranstaltungsprogramm hier in der Geburtsstadt des weltweit meistgelesenen deutschsprachigen Schriftstellers und Nobelpreisträgers als wesentlichen Teil des internationalen Veranstaltungsprogramms eröffnen zu dürfen. Am weitesten angereist sind die Gastgeber unserer Calwer Delegation, die am 03. November 2001 in Talasseri, in Kerala, Südindien am Geburtsort der Hesse-Mutter Marie und am langjährigen Wirkungsort seines Großvaters Dr. Hermann Gundert die internationalen Feierlichkeiten gemeinsam mit Repräsentanten Keralas und Talasseris eröffnet hat. Ich freue mich sehr zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens, Vertreter aus der Bürgerschaft, sowie Musiker, Tänzerinnen und Tänzer der Kunstakademie Malayala Kala Gramam herzlich mit ihrem Applaus begrüßen zu können. Welcome, dear friends from Talasseri, we appreciate the honor of your visit in this very spezial days and thank you a lot for coming to Calw. Als besondere Ehrengäste begrüße ich herzlich den Repräsentanten des Landkreises Calw, unseren Landrat Hans-Werner Köblitz und Sie liebe Frau Köblitz, die Sie die Anstrengungen und Aktivitäten auf wunderbare Weise unterstützen. Herzlich willkommen heiße ich unsere Bundestagsabgeordneten Renate Gradistanac und Hans-Joachim Fuchtel. Sie beide haben erkannt, dass die Hesse-Veranstaltungen eine Bereicherung für unsere ganze Region sind und uns in vielerlei Hinsicht unterstützt. Sie beide haben maßgeblichen Anteil an hohen Zuschüssen der Bundesrepublik Deutschland aus dem Bundeshaushalt und aus dem Haustadtkulturfonds Berlin. Herzlichen Dank! Herzliche Grüße gelten unseren Landtagsabgeordneten Beate Fauser und Thomas Blenke. Herzliche Grüße gelten den Kollegen unserer Nachbargemeinden, unseren Stadt- und Ortschaftsräten und den zahlreichen Repräsentanten verschiedener Einrichtungen und Institutionen unserer Stadt. Nach einer nunmehr dreijährigen und intensiven Vorbereitungsphase sind wir froh, heute den offiziellen Start für weit mehr als 200 Einzelveranstaltungsprojekte geben zu können. Mancher fragt uns nach dem finanziellen Aufwand für diese Calwer und internationalen Ausstellungen und Veranstaltungen. Und ich sage dazu, dass ohne die wesentliche Unterstützung des Bundes, des Landes und der Landessstiftung Baden-Württemberg, der Hauptsponsoren S-Finanzgruppe Baden-Württemberg und Kreissparkasse Calw, der EnBW und Daimler-Chrysler, sowie des Landkreises, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordschwarzwald und anderer Förderer die Gestaltung dieses umfassenden und zwischenzeitlich weltbeachteten internationalen Programms nicht möglich gewesen wäre. Und ich bin der Meinung, dass es im Nachhinein richtig war, wirtschaftliche Überschüsse des Jahres 1999 in unserem städtischen Haushalt nicht in unsichere Geldgeschäfte, sonder in dieses wichtige Kulturprojekt investiert zu haben. Kulturausgaben sind auch Investitionen in eine menschliche, lebenswerte Gesellschaft, heute und in der Zukunft. Kulturinvestitionen haben aber – was häufig verkannt wird – einen durchaus beachtlichen Anteil am Bruttosozialprodukt und sind insoweit auch wirtschaftlich gerechtfertigt. Und unsere Region und unsere Stadt brauchen für eine weitere positive Entwicklung auch positive Impulse von kulturinteressierten Besuchern. Hauptmotivation ist dennoch die Würdigung des bedeutenden Schriftstellers und Dichters, der keineswegs ein Auslaufmodell einer überkommenen Zeit ist, sondern dessen Erkenntnisse und Botschaften gerade heute in der Zeit einer wirtschaftlich geprägten Globalisierung aktueller ist denn je. Eine der zentralen Heerausforderungen unserer Zeit ist es, auch durch lokale Initiativen das Vakuum der geistigen Aufarbeitung des Prozesses der Globalisierung auszufüllen, durch grenzüberschreitende Begegnungen mit Menschen anderer Kulturen, Religionen, Kontinente. Auch um Ängste vor Fremden abzubauen, Unverständnis, Missverständnis, Nährboden für Konflikte oder gar terroristische Schreckensgespenste. Lokale Städtefreundschaften und Schulpartnerschaften haben die tiefverwurzelten Anfeindungen zwischen Deutschen und Franzosen gewandelt hin zu Freundschaft und Respekt. Die Sicherung friedlichen und respektvollen Zusammenlebens unserer Weltgesellschaft wird neben vielen anderen Maßnahmen auch auf lokale Netzwerke im Sinne des Prozesses der Agenda 21 angewiesen sein. Wir in Calw können dabei anknüpfen auf das literarische Werk des Weltbürgers Hermann Hesse, der verwurzelt ist im Lebenswerk seines genialen Großvaters Dr. Hermann Gundert. Gundert war für Hesse der Schlüssel, um schließlich nach intensiver Auseinandersetzung mit der indischen Kultur, mit dem Buddhismus, später mit Konfuzius, Laotse und dem chinesischen Taoismus, nach der Ergründung des japanischen Zen-Buddhismus immer klarer die Einheit hinter den Gegensätzen zu erkennen. Gundert, den er in seinen autobiographischen Märchen "Kindheit des Zauberers" wie folgt schildert: "Zitat S. 99/100" Ich bedanke mich zum Abschluss bei allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen an all unseren Veranstaltungs- und Ausstellungsprojekten mitgearbeitet haben. Sie einzeln zu nennen, würden den Zeitrahmen dieser Veranstaltung sprengen. Ich danke aber heute vor allem auch dem Kurator der Ausstellung "WeltFlechtWerk" Ihnen, lieber Herr Dr. Meier-Dallach. Buchübergabe Lyrikband – Wir freuen uns auf den anschließenden Ausstellungsrundgang
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© 2003 Stadt Calw - Impressum - HesseStadtCalw.de - Letzte Änderung: 11.10.2003 |
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