Namensgebung Hermann-Gundert-Schule Calw
Festakt 01.07.2002
Grußwort von Gerlinde Helmuth,
Abteilungsdirektorin Oberschulamt Karlsruhe

 
 

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Weitere Texte zu Veranstaltungen am 01.07.2002

Weitere Texte zum Thema "Hermann Gundert"

Meine sehr geehrten Gäste aus Indien,
sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter,
sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine sehr geehrte Damen und Herren,

aus all den vorhergegangenen Beiträgen wurde deutlich, dass der Namensgeber dieser Schule, Dr. Hermann Gundert, eine große Persönlichkeit war. Ein Mensch, der durch herausragendes Tun auffiel, ein Mensch, der den Ruf eines Weltbürgers hatte.

Ich möchte seinen Lebenslauf, sein Lebenswerk nicht nochmals darstellen. Ich stelle mir die Frage: Was hat Hermann Gundert dazu veranlasst Hervorragendes zu tun?

Oder noch allgemeiner hinterfragt: was motiviert uns Menschen aktiv zu werden, Veränderungen zu bewirken, Neues zu entwickeln?

Einen weiteren prägenden Einfluss übt auch die Schule aus. Hier werden ebenfalls (im günstigsten), Visionen entwickelt und verstärkt, verbunden allerdings mit konkreten Leistungsanforderungen.

Lehrerinnen und Lehrer, die sie auf diesem Weg der Persönlichkeitsentwicklung begleiten tragen eine große Verantwortung.

Erich Fromm, der bekannte Psychologe und Soziologe, sagte einmal:

"Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen."

Ich möchte mich der Leitidee von Erich Fromm anschließen.

Wir alle brauchen Visionen. Auf den schulischen Bereich übertragen bedeutet dies: unsere Lehrerinnen und Lehrer, alle am Schulleben Beteiligten und gerade unsere Schülerinnen und Schüler brauchen Visionen um Hervorragendes leisten zu können.

Zunächst einmal werden sie durch das Elternhaus geprägt, auch durch die Gesellschaft und die Medien.

An sie werden sehr hohe Anforderungen gestellt. Und sicher gilt auch für sie - in Anlehnung an Erich Fromm: "Wer selbst keine Visionen hat, ist kaum/ nicht in der Lage, andre zu motivieren, dafür zu begeistern, eigene Visionen zu entwickeln.

Das Ziel einer beruflichen Schule sollte sein, ihre Schüler zu neuen Visionen anzuregen, sie mit ihrem Bildungsangebot zu stärken, sie zu lebensbegleitendem Lernen zu motivieren, damit sie sich in einer wissenschaftlich-technischen, ökonomisch und gesellschaftlich rasch ändernden Welt behaupten können.

Dazu darf ich der Schulleitung und den Kolleginnen und Kollegen der Hermann-Gundert-Schule im Sinne ihres Namensvaters viele neue Visionen wünschen.

Auf ihren innovativen Wegen in eine von verantwortlichem Handeln bestimmte Zukunft wünsche ich Ihnen - auch im Namen des Präsidenten des Oberschulamts und all meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg und alles Gute.

Vielen Dank.