Klosterroute Nordschwarzwald zu Fuß

Von Maulbronn über Calw-Hirsau und Wildberg nach Alpirsbach
Entdecken Sie die Klosterroute zu Fuß! Über Jahrhunderte waren die Menschen hier im Nordschwarzwald so unterwegs, reich und arm gleichermaßen! Die Mehrtageswanderung bietet für Menschen von heute ein unvergessliches, starkes Erlebnis – eine unmittelbare Begegnung mit Geschichte und Natur.

Komfortabel ausgeschildert führen die Wanderwege vorbei an herrlichen Ausblicken. Immer wieder laden die Monumente einer reichen Geschichte dazu ein, an besonderen Orten zu rasten. Die Wege sind vielfältig und alle erzählen sie von einer Tradition: Der Gäurandweg, der Hugenotten- und Waldenserpfad, der Ostweg, der Flößerpfad – über all
diese Natur- und Kulturwege verläuft die Klosterroute Nordschwarzwald.
  • Empfohlene Wanderrichtung: von Maulbronn nach Alpirsbach
  • Gesamte Wegstrecke: ca. 151 km
  • Durchgehend gute Beschilderung (verschiedene Fernwanderwege wie: Gäurandweg, Ostweg, Schwarzwald-Allgäu-Weg oder Jakobusweg Kinzigtal)
  • Empfohlene Wanderkarten Kompass-Wanderkarten 780 und 878
  • Gepflegte Wanderwege: ca. je 50% Schotter- und Feldwege sowie
  • asphaltierte landwirtschaftliche Nutzwege
  • Einfache Wanderung mit überwiegend gemäßigten, nur wenigen starken Anstiegen
  • Individuelle Streckeneinteilung möglich
  • Herrliche Weit- und Fernsichten
Nach der Besichtigung des Klosters Maulbronn dient die erste Etappe nach Mühlacker dem Einstieg in ein einzigartiges Wandererlebnis. Die Route folgt der Eppinger Linie, einer alten Verteidigungsanlage überwiegend durch Waldgebiete.
Überwiegend über Felder verläuft die Klosterroute durch das Heckengäu, einer bezaubernden Gegend zwischen Schwarzwald und Neckar. Unterwegs lohnt es sich Sehenswürdigkeiten wie Pinache, die Burgruine Löffelstelz oder die Pfarrkirche in Tiefenbronn zu besuchen. Haben Sie einen Tag Zeit, so empfehlen wir den Kapellenweg rund um Tiefenbronn.
Durch das Würmtal folgt der Weg weiter durch das Heckengäu. Im Naturschutzgebiet Büchelberg erfährt der Wanderer die ursprünglichste Seite des vom Muschelkalk geprägten Landstriches. Vorbei an der ehemaligen Waldensersiedlung Neughengstett, wo Sie ein kleines aber feines Museum zu einem Besuch einlädt, geht es durch den Wald hinunter nach Hirsau.
Vom Kloster zur Literatur: Gleich zu Beginn der Etappe führt der Weg durch die Hermann-Hesse- und Fachwerkstadt Calw. Durch das Nagoldtal vorbei an der Wallanlage Rudersberg aus der Bronzezeit und der Burgruine Waldeck gelangt man nach Wildberg, einem Schäferlaufstädtchen und Kleinod. Sehenswert ist hier das ehemaligen Kloster „Reuthin“.
Wieder auf den Höhen des Heckengäus angelangt geht es vorbei an grandiosen Aussichten durch Feld und Wald. Das Tal wird bei Nagold nochmals durchquert. Die Burg Hohennagold bietet nochmals einen letzten Blick auf den Fluss, der die Landschaft prägt. Endpunkt ist Altensteig, eines der schönsten Städtchen im Schwarzwald.
Von Altensteig aus geht es hinauf zum Egenhauser Kapf, einem besonderen Juwel. Dem Wanderer bietet er auch eine herrliche Aussicht auf den Schwarzwald, die Nagold-Enz Platte und die Schwäbische Alb. Auf überwiegend Wald- und Feldwegen und teils natur belassenen Graswegen geht es vorbei an sehenswerten Orten wie Haiterbach bis nach Waldachtal-Salzstetten. 
Auf der vorletzten Etappe verlässt der Weg das Heckengäu endgültig und betritt den Schwarzwald. Auf Wald- und Feldwegen bieten sich wunderbare Ausblicke auf die Region Neckar/Zollernalb, teilweise bis in die Alpen. Durch das Tal der Glatten gelangt man nach Lossburg.
Die letzte Etappe verläuft komplett auf dem Flößerpfad, einem Lehrpfad über das vergangene Handwerk im Schwarzwald, das vielen Menschen Arbeit gab. Der Weg entlang der Kinzig verläuft bis Alpirsbach, dem Endpunkt der Klosterroute Nordschwarzwald. Das dortige ehemalige Benediktinerkloster besticht vor allem durch seine beeindruckende Basilika und dem Kreuzgang, in dem regelmäßig Konzerte stattfinden.