Stadtnachricht

Viele Besucher bei Eröffnung der Bohnenberger-Gedenkstätte


Einweihung der Bohnenberger-Gedenkstätte

„Wir alle wenden uns in Richtung Himmel, wenn wir nach Antworten suchen“, meinte Pfarrer Tobias Hermann. Astronom und Pfarrvikar Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger fand vor über 200 Jahren auf diesem Weg in Altburg ganz eigene Antworten. Zu seinem Gedenken wurde mit einem Gottesdienst und anschließendem Festakt die Bohnenberger-Gedenkstätte am Palmsonntag im Rathaus eingeweiht.

„Bohnenbergers Vater war ebenfalls Pfarrer in Altburg“, erzählte Hermann während des Gottesdienstes in der gut besuchten Martinskirche. Auch Bohnenberger selbst habe als Pfarrvikar die frohe Botschaft in der Gemeinde verkündet und seine ersten Himmelsbeobachtungen durchgeführt. „Der Himmel ist fantastisch, grenzenlos und unvorstellbar“, so der Pfarrer. Auch darin sei Gottes Schöpfung zu erkennen.

Oberbürgermeister Ralf Eggert berichtete vom langen Weg, der bis zur Einweihung der Gedenkstätte zurückgelegt werden musste. 2007 sei die Idee auf Initiative des Vereins C.A.L.W. erstmals aufgekommen. Über diesen Verein sei auch der Kontakt zu Bohnenbergerexperte Prof. Dr. Eberhard Baumann zustande gekommen. Gemeinsam mit dem Verein wurde so ein Konzept für die Gedenkstätte erstellt, welches unter Leitung von Innenarchitektin Marina von Jacobs seit Sommer letzten Jahres umgesetzt werden konnte.

Eggert bedankte sich bei den zahlreichen Helfern, Gönnern und Sponsoren. Besonders den Hauptverantwortlichen Dr. Eberhard Baumann sowie Dr. Eberhard Bantel vom Verein C.A.L.W, der jetzt die Führungen in der Gedenkstätte übernimmt. Ortsvorsteher Davide Licht begrüßte die Besucher im Rathaus. Er freute sich nicht nur über die Eröffnung, sondern auch über die im selben Zuge renovierten Räume der Ortsverwaltung.

Einweihung der Bohnenberger-Gedenkstätte

Im neueröffneten Gedenkstättenraum drängten sich die Besucher dicht an dicht. Viele konnten den 25 Quadratmeter großen Raum gar erst bei der zweiten oder dritten Führung in Augenschein nehmen. Trotzdem waren alle beeindruckt von den Exponaten, die Erfindungen aber auch persönliche Gegenstände Bohnenbergers zeigen. In einem 20-minütigen Film konnten die Besucher in sein Leben und Wirken eintauchen.

„Bohnenberg hat hier in Altburg seine prägenden Jahre verlebt“, erklärte Baumann. Und ohne seine Erfindungen seien viele moderne Techniken undenkbar. „Die Satellitenvermessung beruht beispielsweise auf seiner Technik der genauen Karte, des Reversionspendel und des Kreiselkompasses.“ Zu seinen Leistungen gehöre auch die erste genaue Vermessung Württembergs. 

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