Stadtnachricht

Eugen Drewermann in Calw ausgezeichnet


Preisverleihung an Eugen Drewermann

In den vielen Jahrzehnten seines Schaffens ist Dr. Eugen Drewermann schon mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet worden. Vergangenen Samstag ist im Hirsauer Kursaal ein weiterer dazugekommen. Der Psychoanalytiker, Theologe und Schriftsteller ist der zweite Träger des mit 10.000 Euro dotierten Preises der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft. 

Er habe sich seit Jahren öffentlich in Reden und Schriften um die Deutung und Aktualisierung des Werkes von Hermann Hesse verdient gemacht, sagte der Präsident der Gesellschaft, Professor Karl-Josef Kuschel. Oder wie der Preisträger es selbst ausdrückte: „Ein Hesse-Preis ist eine Ehre, die empfangen darf, wer Hesse ehrt.“

Zu Beginn seiner Dankesrede kämpfte Eugen Drewermann sehr mit seinen Emotionen. Das lag vor allem an der Laudatio, Volker Michels, der Herausgeber der Hesse-Werke beim Suhrkamp Verlag, im vollbesetzten Kursaal hielt. „Ich habe noch nie jemanden so klar und zusammenfassend über meine Anliegen und Bemühungen sprechen hören wie Sie gerade eben“, sagte Drewermann sichtlich gerührt.

Wie verbunden der Preisträger sich mit Hermann Hesse fühlt, zeigte sein anschließender Vortrag. Seine viele Thesen stützte er stets auf Texte Hesses. Besonders berührt und geprägt habe ihn das Kapitel „Der Beichtvater“ aus Hesses „Glasperlenspiel“. Er endete seine Rede mit den Worten: „Danke für Ihr Interesse an Hesse – dem Autor zuliebe aber vor allem Ihnen selbst zuliebe.“

Bei Oberbürgermeister Ralf Eggert stieß er damit auf offene Ohren. „Wir nennen Calw mit Stolz Hessestadt. Weil wir von seinem Wirken und seinem Werk überzeugt sind.“ Deshalb sei es auch eine Ehre, mit der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft eine wichtige Institution zur Bewahrung und Förderung des geistigen Vermächtnisses des Nobelpreisträgers begleiten zu können. 

2017 wurde der Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft zum ersten Mal an den Schriftsteller Adolf Muschg vergeben. Stifter sind die Hesse-Enkelin Sibylle Siegenthaler Hesse und ihr Mann Hanspeter Siegenthaler. Letzterer reiste ohne seine Frau zur Preisverleihung. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Für den musikalischen Rahmen sorgten das Barock-Quartett der Musikschule ,mit Cora Schulz, Magdalena Todt, Elena Mantello und Lydia Jooß sowie das Duo Carlotta Reiser und Samuel Heinrich. 

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