Stadtnachricht

Aktuelles über die Radwege in Calw


Radwege CalwEine aktuelle Übersicht über die Projekte zum Thema „Radverkehr in Calw“ hat der Bau- und Umweltausschuss (BUA) in seiner jüngsten Sitzung bekommen. Zu den geplanten und laufenden Einzelprojekten gehören die punktuellen Maßnahmen RadNETZ Baden-Württemberg, die Radwegeverbindung Kernstadt – Wimberg, die Radwegeverbindung Holzbronn – Stammheim, der Radweg Kimmichwiesen, oberhalb der Firma Baumarkt Kömpf in Stammheim, der Ausbau des Radwegs zwischen Wimberg und Altburg und das Sonderthema Radverkehr in der Lederstraße. 

Zwei Verbindungen des RadNETZ Baden-Württemberg, das ein vom Ministerium für Verkehr vorgelegtes landesweites Konzept ist, laufen in der Stadt Calw zusammen: Zum einen die Verbindung Pforzheim – Calw – Nagold (Nagoldtalradweg) und zum anderen die Verbindung Calw – Weil der Stadt – Leonberg. Die Bestandsaufnahme des Landes zum Nagoldtalradweg beinhaltet einige Verbesserungsvorschläge; grundsätzlich hat der Nagoldtalradweg bereits zum heutigen Zeitpunkt sehr brauchbare Verhältnisse. Die Verbindung Calw – Weil der Stadt – Leonberg ist derzeit nicht alltagstauglich.

Aufgabe der Stadt ist es, die vorgelegten Maßnahmenvorschläge planerisch zu konkretisieren, zu einem Maßnahmenpaket „Punktuelle Maßnahmen RadNETZ Baden-Württemberg“ zusammenzufassen und einen Förderantrag zu stellen.

Die Radwegeverbindung von der Kernstadt auf den Wimberg ist von besonderer Bedeutung, da die Radfahrer auf der Kreisstraße einer erheblichen Verkehrsgefährdung ausgesetzt sind. Der Weg ist bereits ins Förderprogramm nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) aufgenommen. Vom Land werden voraussichtlich 50 Prozent der zu erwartenden Baukosten in Höhe von rund 870.000 Euro übernommen. Mit dem Bau des Radwegs könnte ab dem Frühjahr 2021 begonnen werden, sofern bei der Stadt der Eigenmittelanteil von rund 380.000 Euro bereitsteht, eine weiterer Förderung wird es voraussichtlich vom Landkreis geben. Diskutiert wurde im Ausschuss über die Breite des Weges, die aufgrund forstwirtschaftlicher Anforderungen abschnittsweise bei drei Metern liegen soll. Oberbürgermeister Florian Kling plädierte dafür, auch hier nur die übliche Breite von 2,50 Metern vorzusehen. 

Erste Überlegungen zum Ausbau einer Radwegeverbindung zwischen Holzbronn und Stammheim gab es schon 2013 im Ortschaftsrat Holzbronn. Das Thema wurde bis zur Konkretisierung der Planungen IKI Lindenrain zeitlich zurückgestellt. Ein Planungsbüro erarbeitete mehrere mögliche Varianten. Der BUA entschied sich für Variante 3 – mit einer Änderung. Die Führung des Radverkehrs auf der Kreisstraße 4303 wurde kritisch gesehen. Daher wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob der Forstweg zwischen der B 295 und der K 4303 als Fahrradstrecke in Frage kommt.

Der Radweg Kimmichwiesen oberhalb der Firma Kömpf ist Teil der Verbindung zwischen den Stadtteilen Stammheim und Heumaden (beziehungsweise Weiterführung nach Althengstett) auf weitgehend vom Kfz-Verkehr unabhängigen Wegen. Insbesondere können weite Teile des Gewerbegebiets Kimmichwiesen umgangen werden. Die Verbindung ist hauptsächlich von Bedeutung für Schüler aus Heumaden und Althengstett, mit dem Ziel: Maria-von-Linden-Gymnasium, zukünftig auch als Zubringer zur Herman Hesse-Bahn.

Die Verbindung schließt an den Kreuzungsbereich B 296/Hauptstraße an. Um die B 296 sicher überqueren zu können, wird ein Kreisverkehr an der Abzweigung der Stammheimer Hauptstraße benötigt. Im Zuge der Baugebietsentwicklung Hubäcker (entlang des Galgenbergs in Richtung Baumarkt) soll dies realisiert werden. Ein Termin steht noch nicht fest. 

Zum Ausbau des Radwegs zwischen Wimberg und Altburg: Zwischen Altburg und Wimberg besteht ein gemeinsamer Fuß- und Radweg parallel zur Schwarzwaldstraße. Der 1,8 Meter breite Weg ist recht stark frequentiert, und soll auf mindestens 2,5 Meter ausgebaut werden. Für eine Verbreiterung stehen größtenteils Flächenreserven zur Verfügung. Die Länge beträgt rund 1,3 Kilometer. Es handelt sich um eine Kreisstraße, so dass die Maßnahme auch kostenmäßig mit dem Landkreis abzustimmen ist.

Auch mit einem Sonderfall beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss: Die Lederstraße ist im Abschnitt zwischen der Einmündung Torgasse und der Einmündung Kronengasse als Fußgängerzone ausgeschildert. Liefer- und Anwohnerverkehr sind – mit zeitlichen Einschränkungen – frei. Radfahrer müssen absteigen und das Rad schieben. Der Abschnitt ist Teil des Nagoldtalradwegs und insbesondere des RadNETZ Baden-Württemberg. Schiebestrecken sollten eigentlich nicht Bestandteile der Fernradwege sein. Daher stellt sich die Frage nach der Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr, beispielsweise mit Ausschilderung „Schrittgeschwindigkeit“. Das Thema soll im Rahmen einer eigenen Beschlussvorlage geprüft werden.

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