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Übersicht der Calwer Fachwerkhäuser

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Calw

Altburger Straße

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Altburger Straße
75365 Calw
In einem einzigen Foto ist nur schwer der Reiz dieser Gasse zu vermitteln, an der sich Fachwerkhaus an Fachwerkhaus reiht. In den letzten Jahren wurde hier so manches Schmuckstück wieder entdeckt und zeigt sich heute gelungen restauriert und saniert.

Altburger Straße 1

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Altburger Straße 1
75365 Calw
Zu den Orndamenthölzern im Fachwerk gehörten einfache x-förmige gekreuzte Hölzer, sogenannte Andreaskreuze. Sind die beiden Hölzer nicht gerade, sondern geschweift, spricht man von Feuerböcken. Die abstehenden kleinen Teile an den geschwungenen Hölzern bezeichnet man als Nasen. Ihr Ursprung liegt vermutlich im gotischen Maßwerk und versucht, die Steinarchitektur in Holz nachzuahmen. Feuerböcke, durchkreuzte Rauten und geschnitzte Konsölchenfriese an den Schwellen machen das Mesner-Häuschen neben der Stadtkirche zum Kleinod.

Altburger Straße 15

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Altburger Straße 15
75365 Calw
feuerböcke, durchkreuzte Rauten, Konsölchenfriese und ein Fenstererker bilden belebende Fachwerkelemente. Der geschnitze Eckpfosten - hier mit dem motiv des Taustabs versehen -  ist ein zusätzlicher Schmuck für das Haus.

Am Brühl 1

Ein allgemeiner Rückgriff aus historische Baustile kennzeichnet die Zeit des Historismus. Viele industrielle Bauten, Bahnhöfe und auch Turnhallen wurdem im 19. jahrhundert als Fachwerkbauten errichtet. Als wichtige Bauaufgaben der Stadt hatten sie sowohl funktionale als auch repräsentative Aufgaben zu erfüllen. So ist die Brühlturnhalle aus dem Jahr 1869 an exponierter Stelle am Stadtausgang Nord zu finden und ähnelt dem Aufbau einer 3-schiffigen Basilika.
Ursprünglich waren die Ziegelsteinausfachungen der Holzkunstruktion nicht verputzt. Alle Querschnitte des Fachwerks sind gleich bemessen, damit wird ein eher gleichmäßiges Fassadenbild erzeugt. Besonders an der Eingangsfassade ist das Fachwerk dekorativ eingesetzt und bildet neue Formen und Muster. Der holzverkleidete Turm stammt noch aus der Erbauungszeit und diente der Feuerwehr für Übungszwecke.

Badstraße 42

Das in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen Brauerei und Gastwirtschaft "Saalbau Weiß" errichtete Wirtschaftsgebäude von 1874 wurde im Jahr 2003 renoviert. Auf einem massiven Sockelgeschoss aus roten Sandsteinquadern sitzen die mit Ziegelmauerwerk ausgefachten Fachwerkgeschosse. Rechts und links werden sie durch zwei auf Sandsteinkonsolen abgestützte Erker betont. Den oberen Abschluss bilden zwei Quergiebel mit farblich abgesetzten, geschnitzten Zierelementen.
In der Fassade finden sich die Details der Calwer Fachwerkarchitektur aus dem 17. Jahrhundert wieder - Andreaskreuz und Doppelraute, die hier in eine spätklassizistische Formensprache integriert wurden. Die Ausfachungen sind, wie zur Erbauungszeit üblich, unverputzt belassen. Heute zu Wohnzwecken genutzt, hat das Gebäude seinen eigenen und unverwechselbaren Charakter bewahrt.

Biergasse 10

Ein paar Schritte sollte man noch in die Biergasse gehen. Am Haus Nr. 9 trifft man auf eine einst häufige bauliche Erscheinung in Calw, die bis auf wenige Ausnahmen fast gänzlich verschwunden ist - auf das Mezzaningeschoss. Dieses Geschoss mit geringerer Höhe musste per Verordnung Ende des 17. Jahrhunderts in jedes neue Haus mit eingebaut werden. Es sollte in Krisenzeiten den Leuten aus den umliegenden Dörfern als Notunterkunft dienen, in Friedenszeiten konnte dieses Stockwerk als Lager genutzt werden.

Ihren Namen verdankt die Biergasse einer Brauerei, die sich hier befand. Beachtung verdienen die Wirtshausschilder der »Brezel« und der »Jungfer«. Aus der Lederstraße grüßt der »Bär« - auch dieses Schild erinnert an eine einstige Wirtschaft. Bierbrauen hat in Calw übrigens Tradition. Als im 17. Jahrhundert in Württemberg allgemein das Bierbrauen verboten wurde, um den Weinbau zu fördern, hatte Calw neben nur drei weiteren Städten das Recht, weiterhin den Gerstensaft herzustellen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Calw sieben größere Brauereien.
Download-Link: 68 Biergasse

Der Lange

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Der ehemalige Turm der Stadtbefestigung diente auch als Gefängnisturm.
In dem unteren steinernen Teil befanden sich mehrere Gefängnisräume. Im oberen Fachwerkstock wurde eine kleine Wohnung für einen der beiden Wächter eingerichtet, die hier ehemals ihren Dienst taten. Neben der Betreuung der Gefangenen gehörte zu ihren Dienstpflichten das Ausrufen der Stunden und die allgemeine Wacht über die Stadt. Den Namen der »Lange« erhielt der Turm, weil er der höchste aller Türme war. Zudem war er an einer hochgelegenen Stelle errichtet worden. Optisch erschien er dadurch noch länger. Im »Langen« ist heute ein kleines Museum eingerichtet. Es gibt Auskunft über die frühere Befestigung der Stadt und gewährt Einblicke in die Nutzung des Turmes als Gefängnis. Über zahlreiche Stufen kann man in den Sommermonaten auf den Turm hinaufsteigen. Vorbei an den Gefängniszellen gelangt man zur ehemaligen Wächterwohnung. Von hier aus genießt man einen schönen Blick über Calw.
 
Im Zwinger - Als Zwinger bezeichnet man meist einen Graben, der bei einer Stadtbefestigung zwischen der eigentlichen Stadtmauer und einem zweiten, meist niedrigeren Hindernis (entweder ebenfalls eine Mauer oder eine dichte Hecke) liegt. Die Straße »Im Zwinger« zeichnet den Verlauf der ehemaligen Stadtbefestigung im
Westen von Calw nach.


Öffnungszeiten:
April bis Oktober Samstag und Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr
November bis März geschlossen

Außerhalb der Öffnungszeiten:
Führung für Gruppen nach Vereinbarung
Kosten: 60,00 Euro für eine Gruppe bis 15 Personen 

Eintrittspreise:
Erwachsene 2,00 Euro
Jugendliche (zwölf bis 18 Jahre) und Gruppen ab zehn Personen 1,50 Euro

Formular für Führungsanfragen

Download-Link: 28 Der Lange
Parkmöglichkeiten
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Haus Schaber (Wohn- und Handelshaus sowie Geburtshaus von Hermann Hesse)

1697, fünf Jahre nach der Erbauung des heutigen Gebäudes Marktplatz 6, zog hier ein Händler ein – und Handelshaus blieb es bis heute. Zu besonderer Bekanntheit gelangte es als Geburtshaus von Hermann Hesse. Die Familie Hesse wohnte von 1874 bis 1881 im zweiten Stock dieses Hauses. Hermann Hesse wurde hier am 2. Juli 1877 geboren. Er verbrachte in Calw seine Kindheit und Jugend und hat die Geburtsstadt in seinen Werken immer wieder erwähnt. Das Hermann-Hesse- Museum, mit vielen Dokumenten und Objekten zu Leben und Werk des Literaturnobelpreisträgers, befindet sich nur ein paar Schritte entfernt im Haus Schüz am Oberen Marktplatz.
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Haus Schnaufer (Altdeutsches Haus)

Dieses stattliche und wohl schönste Fachwerkhaus Calws wurde 1694, zwei Jahre nach dem verheerenden Stadtbrand, errichtet. Die handwerkliche Ausführung gibt Zeugnis von der hohen Kunstfertigkeit der Zimmerleute, aber auch vom Wohlstand des Erbauers Johann Jakob Schill. Seinen Wohlstand verdankte er der Zugehörigkeit seiner Familie zur Calwer Zeughandlungscompagnie.
Die Inschrift am Erker des Hauses lautet:

HERR WACH FÜR DISES HAUS
DARZU DIE ENGEL SENDE EIN
LAS DIER BEFOLEN SEIN WAS
GEHET AUS UND EIN
ALL UNGLICKH RAUB UNDT
BRAND FÜRHIN DAVON ABWENDE

1751 wurde das Gebäude an Mitglieder der Familien Zahn und Doertenbach, zwei weiteren Familien der Calwer Compagnie, verkauft. In einem Anbau hinter dem Haus versuchten sich die Käufer im neuen Metier der Porzellanherstellung in der zweitältesten Porzellanmanufaktur Württembergs. Die Calwer Manufaktur wurde allerdings nach fünf Jahren wieder aufgegeben – die technischen Schwierigkeiten waren trotz aller Bemühungen nicht zu bewältigen. Das Porzellan-Privileg des Herzogs und das einzig erhaltene Erzeugnis dieser Manufaktur, ein Teller, sind im Palais Vischer, Museum der Stadt Calw, zu bewundern. Das große Schild, das in vollem Glanz vor dem Gebäude hängt, gibt Auskunft über die überwiegende spätere Nutzung des Hauses: Weintrauben und Weinblätter als Motive verweisen auf die Weinkellerei, die sich bis 1975 hier befand und von der Familie Schnaufer betrieben wurde.


Bedeutung für Fachwerk-Rundgang:
Beim Fachwerkbau wird etwa ab Mitte des 16. Jahrhunderts jedes Stockwerk für sich konstruiert und gezimmert. Es besteht aus dem waagrechten unteren Balken, der Schwelle, den senkrechten Pfosten und Ständern und dem waagrechten, oberen Abschlussbalken, dem Rähm. Diagonale Streben dienen der Stabilität. Die Hölzer werden miteinander verzapft. Breite Eck- und Bundständer wechseln mit schmaleren Pfosten und Streben ab, dadurch entsteht ein lebendiges Bild.
Die Überstände der Geschosse, die Auskragungen, sind jeweils an den Schauseiten des Gebäudes zu finden. Sie unterstreichen den repräsentativen Charakter der Fassade. Der Raumgewinn pro Stockwerk ist dabei nur ein kleiner positiver Nebeneffekt.
Besonders eindrucksvoll an diesem Gebäude aus dem Jahr 1694 ist hier ein großer Erker als plastisches Gestaltungselement und zeugt damit von seinem wohlhabenden Besitzer. Verzierungen wie Konsölchenfriese, Eselsrücken und verzierte Balkenköpfe unterstreichen auch im Detail die Bedeutung dieses repräsentativen Wohngebäudes. Das Rundbogentor ziert eine Fächerrosette.
Download-Link: 04 Haus Schnaufer

Kirchplatz 3

Der Wechsel von senkrechten Pfosten und diagonalen Streben kennzeichnet die ehemalige Lateinschule von 1696. Auffallend sind auch die vielen kleinen Dreieckshölzer zwischen Schwellen, senkrechten Pfosten und Rähm, Fuß- und Kopfhölzer genannt. Eselsrücken zieren die Unterkanten der profilierten Schwellen.

Lederstraße 32

Ein senkrechter Pfosten, dazu zwei dreiviertel hohe, diagonale Streben rechts und links, kleinere dreieckige Winkelhölzer oben, zwei geschweifte Hölzer dazu - fertig ist eine Konstruktion, die einem Mann mit Körper, Beinen, Armen und Kopf ähnelt. Sie ist hier im giebel zu sehen. Ist die Figur nur einseitig ausgebildet, spricht man auch vom Halben mann. Das Gebäude, das 1692 errichtet wurde, ist rückseitig auf Teilen der alten Stadtmauer errichtet und diente der Calwer Compagnie als Kaufhaus und Wollmagazin.

Lederstraße 43-45 / Haggasse 9

Dass Alt und Neu einen spannenden Dialog eingehen können, zeigt sich an diesem Beispiel schön. Der langgestreckte, traufständige Fachwerkbau von 1694 wurde als Doppelahus erbut und prägt mit seinen zahlreichen asymmetrisch angeordneten Zierelementen wie Feuerböcke und durchkreuzte Rauten den Platz. Im Giebelfeld ist eine mittig angeordnete Mannfigur zu sehen.
Seitlich davon steht das ehemlaige Lagerhaus für Rindenlohe der Calwer Rotgerber, das um 1700 errichtet wurde. Heute wird das Gebäude als Tanzschule genutzt. Bei der Renovierung 2003 wurden zum Teil alte Gefache entfernt und neue Glaselemente direkt vor die alte Fachwerkkonstruktion gesetzt. Gleichzeitig werden EIn- und Ausblick ermöglicht. Durch ein modernes Verbindungselement aus Stah und Glas sind beide gebäude in luftiger Höher miteinander verbunden - ein Blick ums Eck lohnt sich!

Marktplatz

Der Calwer Marktplatz zeigt ein weitgehend geschlossenes Fachwerkensemble. Die Häuser wurden Ende des 17. Jahrhunderts nach einem verheerenden Stadtbrand neu aufgebaut und waren einst bevorzugte Wohngegend der einflussreichen und vermögenden Calwer Handelsherren und Unternehmer.

Marktbrunnen

Die beiden Marktbrunnen wurden erstmals 1523 erwähnt. Ihr heutiges Aussehen
erhielten die Brunnen vermutlich 1686. Die Zuleitung des Wassers erfolgte bis ca. 1877 über sogenannte Teuchelleitungen. Die Brunnen dienten auch als Wasserspeicher zur Brandbekämpfung. Das Wasser reichte leider nicht aus, um die großen Stadtbrände in den Jahren 1634 und 1692 einzudämmen. Im Jahre 1622 hat der Steinmetz Hans Kessler den oberen Marktbrunnen für 760 Gulden neu erstellt. Der Brunnen trägt auf seiner Brunnensäule die Jahreszahl 1686 und einen Löwen, der das Württembergische und das Calwer Wappen hält. Der Löwe ist nicht nur das Wappentier der Calwer sondern auch Schildträger der Wappen des Herzogs von Württemberg.


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Marktplatz 13

Feuerböcke, geschweifte und gekreuzte Hölzer, eine sehr schön ausgeprägte Mannfigur und ein geschnitzter Eckpfosten - alle wichtigen Dekorationselemente sind hier vereint. Ein Mezzaningeschoss ist hier vollständig erhalten. Das über dem Erdgeschoss liegende, niedrige Geschoss wurde im 17. Jahrhundert häufig in neue Häuser eingebaut. Die Raumhöhe konnte damit optimal ausgenutzt werden. Es diente vermutlich in Kriegszeiten als Herbergsraum für die in die Stadt drängende, schutzsuchende Landbevölkerung und in Friedenszeiten als Lager für Waren. In der rechten Seitenwand der Hofdurchfahrt kann man die Fenster dieses kleinen Zwischengeschosses noch gut erkennen.

Marktstraße 2

Die zwei Gesichter des Handelshauses entstanden zu zwei verschiedenen Zeiten. Richtung Marktplatz zeigt es einige kunstvolle Ornamentformen im Fachwerk, entstanden um 1692. Umgebaut und vergrößert im Jahr 1795 wurde die Fassade zur marktstraße hin erneuert und dem damaligen Zeitgeschmack und den feuerrechtlichen Statuen gemäß verputzt. Das Fachwerk war also hier nicht auf Sichtbarkeit ausgelegt - ein sogenanntes rein konstruktives Fachwerk.

Marktstraße 5

Das ehemalige Wirtshaus "Zum Rappen" aus dem Jahr 1693 zeigt im 1. Obergeschoss einen Fenstererker, dessen Kennzeichen plastisch herausgearbeitete Pfosten und Riegel sind. Er ist hier sogar an zwei Fassaden zu sehen und wird, durch eine wandhohe Doppelraute abgesetzt, mit einem geschnitzten Eckpfosten betont. Die Brüstungsfelder zeigen verspielte Feuerböcke. Die Unterseite der Schwellen sind mit sogenannten Eselsrücken verziert, auch die darunterliegenden Balkenköpfe selbst sind nochmals bearbeitet und farblich gefasst. Die über Eck ausgeformte Auskragung des Obergeschosses mit dem Fenstererker zeigt die Wichtigkeit des Gebäudes und des dahinter liegenden Raumes an: Gaststube -  und zwar mit allerbestem Ausblick auf das Geschehen in der marktstraße und bis zum Marktplatz hinauf!

Postgasse 3

Erst kürzlich wurde das reich ornamierte Fachwerk dieses Hauses von seiner Putzschicht befreit. Zum Vorschein kamen mehrfach gekreuzte Rauten in den Brüstungsfeldern, die eine gitterartige Ornamentik erzeugen. Auffällig sind die großen Ladeluken im Giebel. Mit Flaschenzügen, den Schwiebelrädern, konnten Waren hier hoch befödert werden.

Große Kreisstadt Calw
  • Stadtverwaltung Calw
  • Marktplatz 9
  • 75365 Calw
  • Telefon: 07051 167-0
  • E-Mail: info@calw.de
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