Stadtgeschichte

1797 Messezeichen Die Auflösung der seit 1650 bestehenden Calwer Zeughandlungscompagnie im Jahr 1797 war das Ergebnis langfristiger Entwicklungen sowie kurzfristiger Ereignisse. Das Wollzeug, das 150 Jahre der Stadt Wohlstand brachte, entsprach nicht mehr dem modischen Geschmack und war wegen der überholten Herstellungsverfahren zu teuer und somit nicht mehr konkurrenzfähig.

Die preiswerteren Baumwollstoffe eroberten rasch den deutschen Markt und die Restriktionen napoleonischer Politik erschwerten den Zugang zu den für die Compagnie außerordentlich wichtigen oberitalienischen Märkten. Doch auch die strikte Trennung zwischen Produktion und Absatz, wie sie der Moderationsvertrag vorsah, hatte sich überholt.

1796 kamen die Teilhaber (Compagnieverwandten) überein, den Herzog um die Auflösung des Moderationsvertrags zu bitten, der im März 1797 dem Antrag stattgibt. Compagnieverwandte aus den Familien Schill und Wagner übernehmen die Liegenschaften und gründen zwei Nachfolgeunternehmen unter den Firmennamen Wagner & Co. und Schill & Co.
1807   Das Klosteramt Hirsau wird aufgelöst und dem Oberamt Calw zugeordnet. Hirsau wird 1830 selbständige politische Gemeinde.
1833   Christian Gottlob Barth gründet in Calw den Calwer Verlagsverein und 1836 den Calwer Verlag. Nach Barths Tod, 1862, übernimmt Hermann Gundert als Vorstand die Leitung des Verlags. Dessen Nachfolger wird 1893 sein Schwiegersohn Johannes Hesse, der Vater von Hermann Hesse. Der Verlag gibt theologische Literatur sowie Bücher für Schule, Familie und Gemeinde heraus. 1920 verlegt der Verlag seinen Sitz nach Stuttgart.
1851 Hochwasser Die Stadt hat immer wieder unter Hochwasser zu leiden. Am 1. August 1851, nach heftigen Gewittern und zwölf Stunden andauerndem wolkenbruchartigem Regen reißt die über die Ufer getretene Nagold in der Bischofstraße mehrere Häuser ein, wobei neun Menschen in den Fluten ums Leben kommen.
1888 Stadtkirche Die Stadtkirche Peter und Paul war nach ihrer Zerstörung durch französische Truppen im Jahr 1692 rasch wieder aufgebaut worden. In der Eile  entstandene Baumängel machten es erforderlich, das Gotteshaus, bis auf den gotischen Chor, abzureißen und neu aufzubauen. Die im Stil der Neugotik errichtete Kirche wird am 7. Oktober 1888 eingeweiht.

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