Cécile Verny Quartet »Große Stimme - Große Songs« (BlackForestJazzFestival)
Wenn es nicht darauf ankommt, ob Jazz oder Pop gespielt wird, wenn
Begriffe wie Coolness und Abgeklärtheit nebensächlich sind, wenn also
das Cécile Verny Quartet auftritt, um die Grenzen verschwimmen zu lassen und der Frontfrau den Raum zu geben, den sie für ihre Emotionen
braucht: Dann lohnt es sich, hinzugehen.
- Cécile Verny | vocal
- Bernd Heitzler | basses
- Andreas Erchinger | piano & keyboard
- Lars Binder | drums & percussion
Seit mehr als 30 Jahren gehört das Cécile Verny Quartet zu den verlässlichen Größen der deutschen Jazzszene. Nach der „Of Moons and Dreams“-Tour spielt die Band neben manchem Klassiker auch neue, noch nicht veröffentlichte Songs. Diese erweitern das bereits reiche Klangfarbenspektrum, steigern die emotionale Tiefe und machen das Live-Konzert-Erlebnis noch unvergesslicher.
Das Cécile Verny Quartet verfügt über das Talent, sofort eine emotionale
Verbindung zum Publikum aufzubauen. Diese großartige Sängerin hat das,
was man Charisma nennt, ist ausgelassen und nachdenklich, fröhlich und
verletzlich zugleich. Die Band mit Andreas Erchinger an Piano und
Keyboards, Bernd Heitzler an verschiedenen Bässen und Lars Binder am
Schlagzeug agiert mit Nonchalance, Understatement und Coolness, sorgt
für elastischen Puls, knackige Grooves oder bei Bedarf filigrane
Farbtupfer, leistet sich Passagen, in denen sie sich so richtig
freispielt und zeigt immer wieder, aus welch versierten Solisten sie
doch eigentlich besteht. Ohne das große gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren, den möglichst perfekten Klangteppich zu schaffen, auf dem
sich die sinnliche, erotische, verruchte, zornige oder auch mal ganz
sanfte Stimme von Cécile Verny optimal entfalten kann. Da diese Band ein
Level erreicht hat, auf dem dies scheinbar wie von selbst funktioniert,
kommen wirklich alle auf ihre Kosten, die Musik erwarten, die höchsten
Ansprüchen genügt, dabei dennoch gut ins Ohr geht und auch noch im
Gedächtnis haften bleibt.